2009.01.23_귄터 그라스 독일의 '통합(Einheit)'에 불만을 표하다
Günter Grass hadert mit der deutschen Einheit
Der Nobelpreisträger erklärt in der ZEIT, warum die Wiedervereinigung nur auf dem Papier stattgefunden hat. Die Probleme im Osten seien noch lange nicht gelöst.
Fast 20 Jahre nach dem Mauerfall hat Günter Grass seinen Frieden mit der deutschen Einheit noch nicht gemacht. "Ich fand großartig, dass die Teilung vorbei ist.
Ich habe es ja nicht nur als eine Teilung Deutschlands, sondern auch als eine Teilung Europas gesehen", sagte der Literaturnobelpreisträger im Gespräch mit der
ZEIT. "Ich bin immer gegen die Teilung, aber auch immer gegen die Form der Einheit gewesen. Die Einigung hat bis heute nicht stattgefunden, die Einheit ist
vollzogen, steht aber nur auf dem Papier.“
Grass, der Ende des Monats sein Tagebuch aus dem Jahr 1990 veröffentlicht, gestand ein, manche Entwicklung nicht richtig vorhergesehen zu haben: "Eine
meiner Befürchtungen war, dass durch den Anschluss und Berlin als Hauptstadt ein zentral regierter Staat entstehen könnte. Doch das ist nicht eingetreten, Gott
sei Dank. Aber alles andere ist über mein Schwarzsehen hinausgegangen. Alle Probleme sollten mit Geld gelöst werden, aber auch das war nur gepumpt. Was wir
heute als große Finanzkrise erleben, dieser Raubtierkapitalismus, begann sich schon damals abzuzeichnen. Wir löffeln jetzt die Suppe aus, die wir uns damals
eingerührt haben."
Das Argument, die Politik sei den Ereignissen ohne Chance auf aktive Gestaltung hinterhergehechelt, lässt Grass nicht gelten: "Man hat’s gar nicht versucht! Es
ging alles nach dem Motto: Macht’s wie wir, dann seid ihr demnächst auch reich. Aber es gab nur Versprechungen, keine Investitionen. Nach der Währungsreform
1948, als sich abzeichnete, dass Großbetriebe wie Salzgitter oder VW eine Privatisierung nicht überstehen würden, hat Ludwig Erhard sie verstaatlicht und erst
nach der Sanierung mit Staatsgeldern Aktien ausgegeben. So hätte man es in den neuen Ländern auch machen können."
Auf die Frage, was er sich von der Veröffentlichung des Tagebuchs im deutsch-deutschen Jubiläumsjahr erhofft, sagte Grass: "Ich möchte einigen Sonntagsrednern
in die Suppe spucken. Aber ich bezweifle, dass sie das überhaupt zur Kenntnis nehmen. Die Sonntagsreden sind schon geschrieben."
Quelle: die ZEIT
+0. 독일에 온지 일년이 채 되지 않아서 쥐스킨트의 독일어판 '좀머씨 이야기'를 들었다가 한 챕터를 못 넘기고 결국 놓은 적이 있다...
화자가 아이임에도 불구하고...표현이 아주 풍부해서 꽤 어려웠다...지금 보면 조금은 낫겠지만...
그 이후로는 원래 독일어로 쓰여진 소설은 더 이상 집어들지 않았고...귄터 그라스의 글은 감히 읽어볼 엄두도 내보지 못했다...
정식 인터뷰도 아니고...짧은 인터뷰 요약만 읽고도...비유를 제대로 이해하지 못해서...갑자기 무슨 수프 타령인가 한다...
인터뷰 본문이 언제 뜨면 전체를 한번 읽어봐야 겠다...
+1. 우리말에서는 사실 통합과 통일이 큰 차이가 없는 것 같지만...
Einheit와 Einigung을 구별하기 위해서....각각 통합과 통일이라는 단어를 썼다...
Einheit : das Zusammensein einzelner, verschiedener Teile, die so ein Ganzes bilden.
(아인하이트 : 하나를 이루는 각각의 다양한 부분의 모임)
Einigung : der Vorgang oder das Ergebnis, wenn Personen oder Gruppen eine Loesung zu einem Problem finen, die fuer alle akzeptabel ist.
(아이니궁 : 사람들이나 단체들이 어떤 문제에 대해, 모두가 받아들일 수 있는 해결책을 찾을 때, 과정 혹은 그 결과 )
Einheit는 단순히 하나의 단위 혹은 하나의 조직을 뜻하는 반면 Einigung은 합의를 통해 하나가 되는 과정이나 결과를 뜻하는 것 같다...
그라스의 말은...독일이 베를린 장벽 붕괴를 통해 하나의 정치체계를 가진 국가가 되는 데는 성공했지만,
경제 지원 외에...동서간 진정한 이해나 합의에는 아직 도달하지 못했다는 것 같다...