Düsseldorfer Symphoniker
Artur Pizarro, Klavier
John Fiore, Dirigent
Sergej Rachmaninow Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43 für Klavier und Orchester
Dmitri Schostakowitsch Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 "Leningrader"
Im Sternzeichenkonzert am 17. September der Düsseldorfer Symphoniker sind zwei Komponisten zu hören, deren Schicksale ähnliche Ausgangspunkte haben
aber sich grundverschieden entwickelten. Beides russische Landsmänner, beide in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aktiv, beide durch politische Wirren im
Land aus ihren Umgebungen gerissen.
Während Rachmaninow als Gutsbesitzer wegen der Gewalttaten der Oktoberrevolution 1917, einer Konzerteinladung nach Schweden folgend, nicht mehr zurück
kehrte, saß Schostakowitsch 1941 in seiner von Hitlers Truppen belagerten Heimatstadt Leningrad. Dort schrieb er unter Granatenbeschuss seine 7. Sinfonie. die
heute als sein bekanntestes Werk gilt. Der Komponist hat sie seiner Heimatstadt und dem "Kampf gegen den Faschismus" gewidmet.
Rachmaninow hingegen, nach einer Zeit des Exils in den USA, in der er zu einem der begehrtesten und bestbezahlten Klaviervirtuosen wurde, kehrte 1930 nach
Europa zurück. In der Schweiz am Vierwaldstätter See ließ er sich eine Villa bauen und komponierte dort 24 Variationen über die populäre amoll Caprice von
Paganini.
In Düsseldorf sitzt der portugiesische Pianist Artur Pizarro am Flügel. Pizarro gehört zu einem der herausragendsten jungen Klaviervirtuosen unserer Zeit. Sein
lyrischer Ton und seine weit gerühmte Virtuosität lassen die PaganiniRhapsodie zu einem besonderen Hörerlebnis werden. Die Düsseldorfer Symphonikern spielen
unter der Leitung von GMD John Fiore.
Artur Pizarro, 1968 in Lisabon geboren, trat bereits mit vier Jahren im portugiesischen Fernsehen am Klavier auf. Sein internationaler Durchbruch erfolgte 1990,
nachdem er den Internationalen Klavierwettbewerb in Leeds gewonnen hatte. Seitdem konzertiert er regelmäßig in der ganzen Welt mit führenden Orchestern unter
renommierten Dirigenten wie Salonen, Dutoit, Welser-Möst, Volkov, Kreizberg, Rattle und Mackerras. Mit Soloabenden und Kammermusik ist er auf namhaften
Konzertpodien in den USA, Europa und Japan aufgetreten. 2005 gab er mit Raphael Oleg, Violine und Josephine Knight, Cello, sein Debüt als Pizarro-Trio in der
Wigmore Hall.
Quelle: Düsseldorfer Symphoniker
Quelle: Düsseldorfer Symphoniker